Monthly Archives: February 2014

Vier Gründe für die Kurzlebigkeit und warum man sich nicht dagegen wehren soll

Das Verhältnis, wie viel Zeit für eine bestimmte Sache nötig ist, verändert sich und damit auch unsere Wahrnehmung. Alles scheint kurzlebig zu sein. Hier sind vier Gründe, weshalb das so ist:
  • News: Neuigkeiten verbreiten sich über die elektronischen Kanäle in Windeseile über den ganzen Globus. Wer News nach wenigen Stunden als “Breaking News” bezeichnet, ist von gestern. 
  • Technologie: Der Lebenszyklus von Technologien verkürzt sich immens. Speichermedien potenzieren ihre Kapazitäten in wenigen Monaten, Rechenleistungen und Datenübertragungsgeschwindigkeit ebenfalls. Globalisierte und interdisziplinäre Forschungsprojekte kommen rascher zum Ziel. Wer immer auf die nächste Generation wartet, die noch besser sein soll, wird ewig warten. 
  • Produktion: Produktionsverfahren werden laufend verfeinert und mittels peinlich genauer Planung antizipiert. Wenn es heute gebogene Displays gibt, wird es morgen elektronische Tageszeitungen auf e-Paper geben, die sich laufend aktualisieren, sich aber wie normales Zeitungspapier verhalten.
  • Mode und Design: Modebewusstsein und Stil werden von Fashionlabels, Künstlern und Promotoren getrieben. Mode und Design gehen weiter, nur wenige Klassiker bleiben.
Die Zeitdimensionen verändern sich. Wer das akzeptiert hat es leichter, als wer sich dagegen wehrt. 
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In die Welt potentieller Kunden eintauchen

Wenn sich Mütter oder Väter mit ihren Kindern auf dem Spielplatz vergnügen, Wintersport Begeisterte die Skitage geniessen, Familien im Hallenbad plantschen, gestresste Manager ins Feierabend-Bier gehen, Putzpersonal über ihre Familien in der Heimat spricht oder Jugendliche sich auf sozialen Netzwerken austauschen, sollten Firmen nicht respektlos die Atmosphäre zerstören und ihr Angebot aufdrängen. Vielmehr sollten sie sich überlegen, wie sie in die Welt potentieller Kunden eintauchen können und im übertragenen Sinn Spielplatzgäste werden, genüsslich mit skifahren, plantschen oder interessiert mithören.

Der ausgesteckte Riesenslalom ist wie ein kompromissloses Angebot

Ich wohne 20 Minuten vom Skigebiet. Um den Verkehr zu umgehen starte ich oft früh am Morgen in die Berge. Die Pisten sind jeweils frisch gemacht, und meist gibt es einen Hang mit ausgestecktem Riesenslalom. Sobald die Stangen gesetzt sind, ziehen sich erste Spuren. Man könnte meinen, Menschen wollen immer die eigenen Spuren in den Schnee ziehen, aber bereits nach kurzer Zeit weist der Riesenslalom Hang tiefe Furchen auf.
 
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Der ausgesteckte Riesenslalom ist eine Analogie zu einem kompromisslosen Angebot. Nicht alle fahren den Riesenslalom aber Einige. Aber die, die es tun, tun es leidenschaftlich und immer wieder. Ein kompromissloses Angebot wird nicht von allen gekauft oder genutzt, aber von Einigen – und die tun es immer wieder. Mit Leidenschaft. 

Wie oft poste ich was?

Nach wie vor gehören soziale Medien nicht zum Selbstverständnis in der Firmenkommunikation. Vorweg die gute Nachricht: Soziale Medien stehen zur Verfügung und zwar kostenlos. Die schlechte Nachricht: Es braucht einen Plan und Zeit, soziale Medien im geschäftlichen Alltag einzusetzen. Ich bin kürzlich auf einen Blogeintrag gestossen, der hilfreiche Übersichten dazu zeigt. Unter anderem gibt er ein Gerüst an, wie oft in welchem sozialen Netzwerk gepostet werden soll und welche Inhalte sich wo bewähren.

Wie oft?

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Was?

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Es lohnt sich deshalb, sich die geeigneten sozialen Netzwerke herauszupicken und schliesslich mit einem Stundenplan auf Wochenbasis gezielt die Interaktion mit den unterschiedlichen Dialoggruppen zu suchen. Soziale Medien sind kein Selbstläufer.

Goldfisch-Ideen bestimmen das Kundenerlebnis

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Vor einigen Jahren habe ich einen Vortrag von Daniel Zanetti gehört, wie sich Kunden begeistern lassen. Zanetti beriet Firmen, wie sie ihr Kunden verblüffen können. Er schilderte folgendes Beispiel, das mir zufällig wieder durch den Kopf ging:

Ein australisches Hotel wollte seinen Gästen etwas Einzigartiges bieten. Das Hotel beherbergte vorwiegend Geschäftsleute. Zanetti war geschäftlich in diesem Hotel zu Gast und bekam das Anliegen mit. Er schlug dem Hoteldirektor vor, jedem Gast einen Goldfisch mit aufs Zimmer zu geben. Die Idee schien absurd. Was sollten gestresste Geschäftsleute mit einem Goldfisch? Es blieb die Probe aufs Exempel.

Die Receptionistin war jung und scheu. Sie bekam weiche Knie, wenn sie daran dachte, den Geschäftsherren einen Goldfisch im Glas anbieten zu müssen. Nichts desto trotz, sie hat sich überwunden und der erste Gast kam.

Ein Aquarium mit Goldfischen und eine Anzahl Goldfischgläser schmückten die Reception. Der erste Gast – ein Manager eines grossen Industriekonzerns in Kravatte, mit Rollkoffer und düsterem Blick, schritt an die Reception und bat um den Schlüssel. Die Receptionistin erledigte die Routine und fragte ihn, als er seinen Rollkoffer am Griff packen wollte: “Welchen Goldfisch wünschen Sie?” Der Mann traute seinen Ohren nicht, schaute irritiert aufs Aquarium und wählte einen aus.

Der Ruf des Hotels mit Goldfisch Checkin verbreitete sich rasant und das Hotel erlebte eine unvergleichlichen Andrang mit Gästen, die statt alleine einen Goldfisch als Zimmer-Kameraden haben wollten.

Die Goldfisch-Idee ist über zehn jährig. Es braucht Mut und die Bereitschaft zum Aussergewöhnlichen, damit “Goldfisch-Ideen” aber auch heute Ihre Kundschaft verblüffen. Sie bestimmen das Kundenerlebnis.

10 fringe Benefits für Ihr Produkt

Gratis Essen und Getränke in der Cafeteria, ein zweit- oder erstklass GA, ein paar hundert Franken Out-of-Pocket Taschengeld für kleine Spesen, zusätzliche Ferientage, ein Geschäftswagen oder Handy, die auch privat genutzt werden dürfen, Mitarbeitergutscheine für den Einkauf in den Firmeneigenen Shops, etcetera, etcetera. Arbeitgeber buhlen teilweise mit grosszügigen fringe Benefits um die Talente auf dem Arbeitsmarkt. Potentielle Mitarbeitende vergleichen die Jobangebote und Leistungen nicht nur anhand des Lohnes, sondern rechnen die fringe Benefits mit ein. Fringe Benefits machen eine Arbeitsstelle zusätzlich attraktiv und differenzieren sie von denjenigen der Mitbewerbern.
Produkte könnten sich statt im Preis deutlich mit “fringe Benefits” hervorheben – also mit zusätzlichem Mehrwert in Form von
  1. vorzüglicher Dienstleistungsqualität
  2. zusätzlicher Funktionalität
  3. bestechender Einfachheit
  4. einzigartigem Design
  5. bewusster Exklusivität
  6. aussergewöhnlichem Support
  7. vernetzter Kontakte
  8. kompetenter Beratung
  9. unerwarteter Zeitdimension
  10. sinnvollem Customizing

Der Wirksamkeits-Check

Grosse Firmen neigen zur Überadministrierung. Diese ist dann erreicht, wenn der Erfolg des Projektes daran gemessen wird, ob alle Projektschritte und -formalitäten eingehalten werden. Die Glücklichen, die nicht in diesem Raster gefangen sind – also KMUs und Firmen, deren Erfolg das verkaufte Produkt oder die angebotene Dienstleistung ist – können anhand des Heptagramms einen raschen Wirksamkeitcheck ihrer Tätigkeiten machen, bevor sie an den Markt gelangen.

Strategie – ist die Strategie schlagkräftig?

Beharrlichkeit – besteht Glaube ans Angebot?

Angst – ist der nötige Respekt gegeben?

Taktik – ist das Angebot in einen grösseren Plan eingebettet?

Ausführung – sind die Massnahmen klar und aufeinander abgestimmt?

Ruf – hält das Angebot, was das Marketing verspricht?

Desire – schafft oder befriedigt das Angebot ein Bedürfnis auf dem Markt?

Die sieben Zacken sind Aspekte, die in der Beurteilung Marktchancen dienen. Der Stern drückt Leidenschaft und den Glauben an Erfolg aus.

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